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Mo 25.5.15 Chicago, IL nach Springfield, IL (Get kicked off Route 66. Just joking)

M wacht um 2.39 Uhr auf.

Wir sind dadurch dann auch wach.

M: "Wow, genau sechs Minuten später als gestern. Wenn wir in dem Tempo weitermachen mit dem Jetlag, dann wird das eine lustige erste Woche zuhause."

N: "Es sind aktuell 22 °C" (Anmerkung der Autors: sagt das Handy morgens 2.51 Uhr)

M: "Warum soll es auch kälter sein, nur weil es dunkel ist?"

N: "Nachts ist kälter als draußen" (Anmerkung des Autors: So einen Bart.)

Zu Ihrer Überraschung hat N einen Sonnenbrand auf der Nase und am Hals und das bei dem Wetter gestern.

N: "Die Sonne war wohl doch ziemlich kräftig gestern."

M: "Die Sonne ist immer da, auch wenn man sie nicht sieht."

(Anmerkung des bärigen Autors: Eine bisher unbekannte, bahnbrechende Erkenntnis und das um diese Uhrzeit.)

Da wir gestern schon um 18.00 Uhr eingeschlafen sind, kann man jetzt nicht behaupten, dass wir zu wenig Schlaf bekommen, nur eben nicht zur gewohnten Zeit. Also kocht M Kaffee, schaut Basketball (Atlanta gegen Cleveland) und lässt uns an seinem intensiven Studium der 2015er BVB Statistiken in der Mitgliederzeitschrift teilhaben.

Heute Morgen ist es um halb Acht in der Breakfast Area deutlich voller als gestern, dennoch schaffen es N & M, einen Tisch zu ergattern. Um halb Neun sind wir auf dem Weg und eher durch Zufall als durch Absicht finden wir auf die Route 66.

N hat sich übrigens zuhause extra die Mühe gemacht und eine Urlaubs CD aufgenommen. Aber was soll ich sagen, der Wagen hat keinen CD Player mehr. Nur noch USB, SD Karte etc. und Sirius Satellitenradio. Na zumindest etwas, was uns mit Musik versorgt. Soweit also zu unserer Urlaubs CD. N ist jetzt froh, dass sie das Hörbuch daheim vergessen hat. Die goldenen Zeiten der CD Player haben wir wohl auch hinter uns gebracht genauso wie die der Kassettenrekorder in Autos. Kinder, so vergeht die Zeit.

Unser erstes Ziel für heute: Joliet. Seit die Route 66 wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt, wurden übrigens auch neue Info Displays aufgestellt.

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Rich & Creamy, Joliet, IL (Die Blues Brothers Figuren auf dem Dach sind nicht mehr da. Wie schade.)

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Dick's Towing, Joliet, IL

Jetzt steht das Joliet Area Historical Museum & Rt. 66 Welcome Center auf dem Plan. Theoretisch. Allerdings schlecht recherchiert von N, denn das hat leider am Memorial Day geschlossen. Da machst du nix. Also weiter.

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Gemini Giant, Wilmington, IL

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Ambler-Becker Texaco Gas Station, Dwight IL

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Standard Oil Gas Station, Odell, IL

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Altanta, IL

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Geocaching in Atlanta, IL

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Bunyon Giant, Atlanta, IL

Die Route 66 scheint einer sehr ergonomischen Streckenführung gefolgt zu sein, denn mit der Einstellung "kürzeste Strecke" schaffen wir es, fast den ganzen Tag auf der 66 zu bleiben. Wir erreichen Springfield, unser Ziel für heute.

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Shea's Gas Station and Museum, Springfield, IL

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State Capitol, Springfield, IL

N steht mitten auf der Straße, um das Bild zu machen. Hier ist ähnlich viel los wie in Cheyenne, WY vor dem Capitol, also nahezu nichts, aber vielleicht liegt es auch nur am Memorial Day.

M: "Ich passe auf, dass kein Auto kommt."

M: (einen kurzen Moment später) "Runter von der Straße."

N: (schaut unbeirrt durch die Kameralinse) "Wieso?"

M echauffiert sich mehrere Minuten, wie frau so ignorant fragen kann. Was soll das wohl für ein Grund sein, so mitten auf der Straße. AUTO!

N hatte geplant, dass wir uns heute die Freitickets für die Besichtigung des Lincoln Home morgen früh besorgen, da sie angeblich immer recht schnell vergriffen sind, aber zu unsere Freude ist nicht viel los und wir können an der nächsten Tour in ca. 30 Minuten teilnehmen. Die Zeit bis dahin vergeht schnell mit dem Film über Lincoln's Zeit hier in Springfield, denn der dauert etwas über 20 Minuten. N besorgt sich noch einen Stempel für ihr NP Passbook und schon geht es los.

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Formal drawing room

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Hier an diesem Tisch im Drawing Room hat Lincoln erfahren, dass er zum Präsidenten gewählt wurde.

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Esszimmer

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Family Room

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Gästezimmer

Beim Betreten des nächsten Zimmers, Lincoln's Schlafzimmer, entfährt N ein lautes "Ach du Schreck" zumindest inhaltlich. Puh, da wollte Frau Lincoln wohl nicht, dass ihr Mann ruhig schläft, grausames Muster. Tatsächlich ist die Tapete nach dem alten Original hergestellt. Vielleicht auch nur komischer Geschmack? Denn auch ihr Schlafzimmer ist mit diesem Garant für schlaflose Nächte dekoriert.

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Lincoln's Schlafzimmer

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Lincoln's Schreibtisch

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Mrs. Lincoln's Schlafzimmer

 Frau National Park Guide fordert energisch einen der Teilnehmer der geführten Tour auf, sich nicht an die Wand zu lehnen. Das Einzige, was wir berühren dürfen, was auch Lincolns Hand berührt hat, ist das Treppengeländer. Das dürfen wir aber wahrscheinlich auch nur aus Haftungsgründen anfassen.

N kann nicht sehen, wer mit der Ermahnung gemeint ist, da sie noch im Schlafzimmer steht. Frau Guide wendet sich zu N und meint trocken. "You won't believe it, it was not the kid, it was the mum."

Was uns sehr gut gefällt, ist, dass nicht nur das Haus von Lincoln erhalten wurde, sondern auch die ganze Nachbarschaft. Das vermittelt einen viel besseren Eindruck, wie es hier mal gewesen sein könnte.

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Wo wir schon mal hier sind, steht natürlich auch ein Stopp an Lincoln's Tomb auf dem Plan. Hier sind er, seine Frau und 3 der 4 Söhne begraben. Ziemlich tragisch, 3 der 4 Kinder haben das Erwachsenenalter nicht erreicht. N überlegt noch, dass sie in dem Film "Lincoln" den Eindruck hatte, dass er und seine Frau sich nicht besonders mochten, aber das klang in dem Film im Visitor Center vorhin ganz anders.

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Unser nächster Stopp: "Cozy Dog Drive In", berühmt für seinen Corn dog, das sollen hot dogs on a stick sein. Was auch immer wir uns darunter vorstellen sollen. Hm, das hätte N schon gerne mal probiert, aber auch hier "Closed for Memorial Day". Irgendwie haben wir den Eindruck, dass hier in Illinois deutlich mehr Geschäfte geschlossen haben als in den anderen Staaten, die wir bisher am Memorial Day besucht haben. So, damit ist alles abgearbeitet für heute, jetzt ab zum Hotel.

Fräulein Rottenmeier will mit uns über eine seltsame Straße, die durch Poller abgesperrt ist. Leider lässt sie sich nur schwer zu einer alternativen Streckenführung motivieren.

N: "Mach deine Arbeit ordentlich, sonst wirst du gegen ein amerikanisches Modell ausgetauscht!"

Kurze Zeit später sind wir am Hampton Inn. Geht doch.

Hier bekommen wir als Goodie 2 Toblerone-Riegel.

Auf dem längeren Weg zum Fahrstuhl (N & M verlaufen sich tatsächlich im Hotel) kommen wir an der Kaffee Area vorbei, was N ein freudiges "Vanillemilch!!!" entlockt. Gut, der morgige Tag ist damit schon gerettet, auch wenn der Wetterfrosch schwere Gewitter ansagt.

Wir sind hier in einem ziemlich leeren, kleinen Industriegebiet und die Auswahl an Restaurants ist ziemlich eingeschränkt. Ein Charley's rückt ins Bild.

M: "Warum gehen wir nicht da hin?"

N: "Schlechte Bewertungen."

M: "Wofür?"

N: "Essen."

M: "Ziemlich dumm für ein Restaurant."

(Anmerkung des Autors: Dialoge, die die Welt nicht braucht.)

Wir entscheiden uns für Bob Evans.

Die Kellnerin, die für uns zuständig ist, scheint sehr verwirrt zu sein. Wir bestellen Icetea und Coke und bekommen 2x Coke.

N: "Which one is the icetea?"

Oops.

M: "Ich hab mich schon gefragt, wie du es ihr schonend beibringen willst."

Beim Essen verwechselt sie, wer was bestellt hat. Kann ja schon mal passieren in einem fast leeren Restaurant mit 2 Gästen.

N: "Does a sauce come with this?" (Die Speisekarte war zumindest dieser Ansicht.)

Huch, ja.

5 Minuten später, immer noch keine Sauce.

M: "Sie spült."

????

M geht zu ihr und fragt nach und tja, sie hat die Sauce vergessen.

N: "Das nimmt kein gutes Ende mit ihr."

Hampton Inn & Suites Springfield-Southwest, 29 °C, 212 miles

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