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Dienstag 15.8.06 Las Vegas, NV - Death Valley, NV (190 mi)

Nico und ich haben bis halb Acht geschlafen, Micha nölt, wir hätten ihn ja ruhig noch ne Stunde schlafen lassen können, schließlich hatte er nur 4 h Schlaf. Wir haben, wie gestern auch, im Hotel Restaurant gefrühstückt und sind dann gegen Elf recht spät los, bereits um 14.00 Uhr sind wir allerdings schon im Death Valley an der Furnace Creek Ranch angekommen.

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Ich bin ganz beeindruckt von der Landschaft, als wir das Death Valley erreichen... das hier ist die weniger steile Einfahrt ins Tal über die 190 von Las Vegas aus. In 2004 hat ein Unwetter die Straße hier weggespült, deshalb ist sie jetzt so neu.

Hier ist richtig was los, ne Menge Leute will einchecken, offenbar sind auch andere so verrückt wie wir und kommen im August hierher. Die Dame am Empfang erklärt, dass leider der Golfplatz momentan nicht zu benutzen sei (wie schade aber auch bei über 40 °C) dafür sei der neue Pool seit gestern eröffnet (na das klingt doch wie Musik!). Wir beziehen unser Zimmer im 7000 Gebäude ganz am Ende des Geländes, hm nett, wir können aus dem ebenerdigen Zimmer raus auf den Rasen und haben dort auch zwei Stühle stehen. Allerdings ist es eindeutig zu warm für "draußen sitzen". Micha schläft ein Stündchen und Nico und ich sehen etwas fern. Nachmittags gegen halb Fünf ziehen wir nochmals los, zuerst zum Vistor Center, damit Nico auch wieder Ihren NP Stempel bekommt. Auf dieser Seite gibt es eine Liste aller Stempel Stationen, eigentlich soll man die Stempel zusammen mit so einer Art Briefmarke im dafür vorgesehenen Passport sammeln, Nico hat dafür einfach ihr Reisetagebuch genommen. Das hat nämlich auch eine leere Extraseite für Fundstücke, Zeichnungen... oder eben Nationalparkstempel! Wir haben Glück, das tiefgekühlte Visitor Center hat bis 17.00 Uhr auf und wir bekommen neben dem Stempel noch ein paar Infos. Wir fahren nach Badwater, laut Reiseführer der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre (wir fragen uns allerdings wo die Ihre Grenzen hat?).

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Micha und ich am badwater sign, auf den Bildern, finde ich, sieht man richtig die heiße Luft. Es waren auch nur 47 °C und starker Wind, echtes Föngefühl auf Stufe heiß, max. Das "shipwrecked" auf Michas T-Shirt passt ja total zur Wüste... das nenn ich mal falsche Kleidung!

Empfohlen wird, im Sommer nicht zum ehemaligen Lake Manly zu laufen... jede Menge Leute sind da dennoch unterwegs. Mir wird in meinem Fell sehr, sehr heiß, kann ich euch sagen.

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Zwischen Badwater und Artist's Drive: Könnt Ihr mich in dem Felsen sitzen sehen? Micha hat freundlicherweise erst geschaut, dass auch ja keine Schlange drinsitzt, bevor er mich hineingesetzt hat. Ich beherzige den important safety tip, always wear hat and sunglasses. (Micha hat mir seine Sonnenbrille und Nico den Hut geliehen.)

Wir fahren weiter, am Artist's Drive an bunten Felsen vorbei, hier wird es unserem Auto auch etwas wärmer und wir schalten die Klimaanlage aus und die Heizung ein. Jetzt geht es dem Auto schnell besser, dafür wird es uns jetzt ordentlich heiß, aber was tun wir nicht alles für Christine, schließlich soll sie uns auch brav noch weiter gut fahren die restliche Zeit. Ich habe allerdings auch die leise Vermutung, dass Nico nicht herausfinden möchte, wie sehr unsere Christine dem Romanauto ähnelt ;-) Weiter zum Zabriskie Point. Hier können wir uns nicht entscheiden, weiter zum Dante's View (ziemlich weit noch), hierbleiben zum Sonnenuntergang (noch ne halbe Stunde) oder zurückfahren, hm? Wir entscheiden uns aufgrund der Lichtverhältnisse (Dante's View soll bei Sonnenaufgang besser sein, wenn man die Sonne im Rücken hat) und der Hitze (immer noch 45 °C um 19.00 Uhr!) fürs Hierbleiben und machen es uns auf einer Bank bequem.

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Zabriskie Point, schön, wie viele verschiedene Farben beim Sonnenuntergang entstehen.

Wenigstens frieren müssen wir ja nicht. Nach Sonnenuntergang fahren wir zum Hotel zurück, jetzt aber ab in den Pool, ich bin ja nicht so fürs Schwimmen, daher beobachte ich das Treiben lieber von einer Liege am Beckenrand aus. Micha und Nico finden, das Schwimmen hier ist bisher so ziemlich das Beste an diesem Urlaub. Sie finden es einfach herrlich (und ein wenig pervers), mitten in der Nacht in der Wüste schwimmen zu können. Das Wasser ist angenehm warm sagen sie... ich glaub es, ohne zu testen, plötzlich fliegt über meinem Kopf ein tierischer Kollege um die Laterne, eine Fledermaus. Als sie aus dem Wasser kommen, schaffen es die beiden doch tatsächlich, in der Wüste zu frieren... das hält allerdings nur ein paar Minuten an. Der Sternenhimmel abseits der Lichterzivilisation ist einfach gigantisch, daher beschließen wir unser Abendessen, also die Sandwiches aus dem Supermarkt in Las Vegas, auf der Terrasse zu verzehren. Wir sitzen auf der Wiese vorm Zimmer, bewundern die Sterne, quatschen und philosophieren eine Weile... das Bier (leckeres Anchor Steam), das wir dabei unter freiem Himmel genossen haben, sieht ja im Dunkeln keiner ;-)

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