Mittwoch 30.12.09 / Minibustour durch die Highlands

Oh Bär, ist das früh. Die Minibustour durch die Highlands startet um 8 Uhr da müssen wir ziemlich früh aus den Federn. Nico wollte uns allerdings mit der Tour ne Freude machen, damit wir auch ein wenig von der schottischen Landschaft sehen und nicht nur die Stadt, schließlich waren Sunny, Micha und ich noch nicht hier. Allerdings ist es auch für Nico neu, Schottland komplett mit Schnee bedeckt zu sehen, das hat sie auch noch nicht erlebt. Kein Kunststück, wenn man bisher nur im Sommer hier war... Wir verlassen Edinburgh im Dunkeln und bekommen gleich mit auf den Weg, dass wir an den Stopps nicht zu spät kommen sollen, denn schließlich wird es gegen 16 Uhr schon wieder dunkel, gegen 20 Uhr sollen wir dann wieder zurück sein, na dann mal los. Wir sind voll besetzt mit 16 Personen plus Fahrer, der auch gleichzeitig unser guide ist. Meine Güte kann der viel erzählen, fast pausenlos erzählt er reichhaltig mit Geräuschen und Gestik unterstrichene Geschichten aus der schottischen Geschichte. Immer passend zu der Stelle an der wir gerade vorbeikommen. Kommt in der Story eine Burg o.ä. vor zeigt er aus dem Fester und da ist sie dann auch. Der hat Spaß beim Erzählen. Außerdem scheint unserem guide die Kälte im Gegensatz zu uns nicht viel auszumachen, hier liegen z.T. 30 cm Schnee, es fegt ein eisiger Wind, N+M haben 3 Jacken übereinander an und der Herr trägt nur einen Kilt. Brrrr. Sogar uns mit Fell ist es oft so kalt, dass wir nicht an allen Fotostopps mit aussteigen.

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Seht ihr auf dem unteren Bild den kleinen Menschen im Schnee? Das ist unser guide.

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Allerdings schicken wir Micha mit der Kamera raus. An einer Stelle bleiben wir mit dem Minibus im Schnee stecken als unser Guide auf einen Parkplatz für einen Fotostopp abbiegen will. "Keine Chance, dass ich schiebe", meint Nico. Der Guide ist schon ziemlich hart drauf, erst in der Kälte nur mit Kilt und jetzt schaufelt er mit bloßen Händen Schnee. Schotten scheinen ziemlich abgehärtet zu sein, ähnlich wie die Iren, ich denke nur an die Leute im T Shirt in Irland zu Ostern und N+M hatten noch Winterjacken an. Das ist hier wohl so ähnlich. Wir passieren Sterling, eine Reihe Lochs und fahren durch Glencoe am frei sichtbaren Ben Nevis vorbei nach Fort Augustus.

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Glencoe

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Fort Augustus, Loch Ness

Nach dem ehrfürchtigen Blick auf Loch Ness eilen wir ins nächste Pub, um uns ein wenig aufzuwärmen, naja ein wenig was zu Essen und zu Trinken ist auch dabei. Auf dem Rückweg ist gegen halb 6 noch ein Tea und Guinness Stopp in Pitlochry drin, was in etwa so ist, wie Nico es in Erinnerung hatte touristisch und viele knitwear shops. Allerdings entpuppt sich das nächstgelegene Pub als ganz nett mit Feuer im Kamin und Kerzen auf den Tischen. Leider können wir die Firth of Forth Bridge nicht bewundern, da sie wegen eines Unfalls gesperrt ist und wir wieder über Sterling nach Edinburgh zurückkehren, na ja wer weiß was wir im Dunkeln überhaupt gesehen hätten. Die amerikanische Familie, die hinter uns sitzt, ist ein wenig enttäuscht von der Tour, da sie nur wegen Loch Ness mitgefahren sind und in das Nessie Visitorcenter wollten, das ist aber nun mal nicht in Fort Augustus. "Hm, klarer Fall von schlecht vorbereitet", meint Nico, "das wäre uns nicht passiert." Wir sind voll und ganz zufrieden, haben viel Landschaft gesehen und unterhaltsame Geschichten gehört, allerdings scheinen wir und die amerikanische Familie, die Einzigen zu sein, die ein Trinkgeld geben, ziemlich schade.

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